De'Longhi Dedica entkalken: Anleitung für EC685 und EC885
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Die orange Leuchte an der Dampftaste blinkt, und jetzt? Die Bedienungsanleitung liegt irgendwo, und was man online findet, widerspricht sich an genau der Stelle, an der es drauf ankommt: welche Taste du hältst, wie lange, und was der Dampfregler dabei zu tun hat.
Diese Anleitung ist an meiner eigenen Dedica EC685 entstanden. Sie enthält die Tastenfolge, die drei Stellen, an denen die meisten abbrechen, und eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob es wirklich der Entkalker vom Hersteller sein muss.
Dedica entkalken in 7 Schritten
Wenn du es nur durchziehen willst – hier die Kurzfassung. Jeder Schritt verlinkt nach unten, wo erklärt wird, warum er so ist.
- Entkalker in den Tank. Etwa 100 ml Konzentrat, mit frischem Wasser bis MAX auffüllen. Welcher Entkalker passt
- Siebträger abnehmen, Auffanggefäß unter Dampfdüse und Brühkopf stellen.
- Einschalten und aufheizen lassen. Der Dampfhebel steht auf „O –". Fertig, wenn die Tasten für eine und zwei Tassen dauerhaft leuchten.
- Rechte Dampftaste 10 Sekunden halten, bis alle drei Tasten nacheinander blinken.
- Dampfhebel auf die drei Wassertropfen schieben, dann die orange blinkende Dampftaste drücken. Der Fehler, den fast alle machen
- Laufen lassen, ca. 25 Minuten. Den Hebel zwei- bis dreimal kurz schließen, damit auch der Brühweg entkalkt wird. Warum das wichtig ist
- Zweimal spülen. Tank ausspülen, frisch bis MAX füllen, Dampftaste drücken – und das Ganze ein zweites Mal. Danach Hebel auf „O –". Spülgang im Detail
Wenn nichts läuft: Dann hast du den Dampfhebel nicht umgelegt. Die Zehn-Sekunden-Geste öffnet nur das Programmiermenü – erst der Hebel entscheidet, ob entkalkt oder die Wasserhärte eingestellt wird.
Woran du erkennst, dass die Dedica entkalkt werden muss
Die Dedica zeigt den Entkalkungsbedarf über eine orange blinkende Leuchte an. Sie blinkt weiter, bis der Vorgang vollständig durchgelaufen ist – auch wenn du die Maschine zwischendurch aus- und wieder einschaltest.

Rechts die Dampftaste in Orange – links daneben die beiden Tassentasten in Blau. Dieselbe Dampftaste startet später den Entkalkungsmodus.
Die Maschine zählt dabei nicht die Zeit, sondern die durchgelaufene Wassermenge, gewichtet mit der Wasserhärte, die im Einstellungsmenü hinterlegt ist. Das heißt: Wer die Wasserhärte nie eingestellt hat, bekommt die Aufforderung zum falschen Zeitpunkt – bei hartem Wasser zu spät, bei weichem zu früh. Die Dedica kennt drei Stufen (niedrig, mittel, hoch).
Die Härte stellst du im Programmiermenü ein. Dafür hältst du bei betriebsbereiter Maschine die rechte Dampftaste etwa 10 Sekunden gedrückt, bis die drei Tasten nacheinander blinken – dann wählst du die Stufe. Die Dedica rechnet mit diesen Bereichen:
| Stufe | Wasserhärte |
|---|---|
| weich | unter 10 °dH (18 °fH / 180 mg/l CaCO₃) |
| mittel | 10–20 °dH (18–36 °fH / 180–360 mg/l CaCO₃) |
| hart | über 20 °dH (36 °fH / 360 mg/l CaCO₃) |
Die gewählte Taste blinkt zur Bestätigung, danach verlässt die Maschine das Menü von selbst.
Der Teststreifen für die Wasserhärte liegt der Maschine bei. Wenn du ihn nicht mehr findest: Die Wasserhärte für deinen Ort steht beim örtlichen Wasserversorger online, meist in der jährlichen Trinkwasseranalyse.
Wie oft ist das in der Praxis?
Unabhängig davon, was die Leuchte sagt, gibt die Wasserhärte einen guten Richtwert:
| Wasserhärte | Entkalken etwa alle |
|---|---|
| unter 10 °dH (Stufe weich) | 6–12 Monate |
| 10–20 °dH (Stufe mittel) | 2–4 Monate |
| über 20 °dH (Stufe hart) | 1–2 Monate |
Wer das Wasser enthärtet oder stilles Flaschenwasser mit niedrigem Mineralgehalt verwendet, verlängert diese Abstände deutlich. Entscheidend ist dabei der Filtertyp: Ein Aktivkohlefilter hilft gegen Kalk nämlich überhaupt nicht – ein verbreiteter Irrtum, den ich im Abschnitt Hilft ein Wasserfilter gegen Kalk? auseinandernehme.
Welcher Entkalker für die Dedica?
Kurz: Ein flüssiger Entkalker für Kaffeemaschinen auf Milchsäure- oder Amidosulfonsäure-Basis. Der Entkalker vom Hersteller funktioniert gut, ist aber nicht die einzige Option – entscheidend ist der Wirkstoff, nicht die Marke.
Du musst dafür nicht den Entkalker vom Hersteller kaufen. Entscheidend ist, was auf der Rückseite steht, nicht welcher Name vorne draufsteht – ein Produkt mit demselben Wirkstoff kostet oft einen Bruchteil und tut dasselbe.
Was drin sein muss
| Wirkstoff | Eignung für die Dedica |
|---|---|
| Milchsäure | Gut. Derselbe Wirkstoff wie im De'Longhi EcoDecalk. |
| Amidosulfonsäure (Sulfamidsäure) | Gut. Temperaturstabil, rückstandsfrei, verträgt Edelstahl, Messing und Kupfer. |
| Zitronensäure, flüssig als Fertig-Entkalker dosiert | Meist unkritisch, weil verdünnt und gepuffert. |
| Reines Zitronensäure-Pulver | Nicht verwenden. Siehe unten. |
| Essig oder Essigessenz | Nicht verwenden. Greift Dichtungen und O-Ringe an, der Geruch bleibt wochenlang. |
Wie du im Regal die richtige Flasche erkennst
Dreh die Flasche um und lies die Deklaration. Danach ist die Entscheidung in zehn Sekunden getroffen:
- Steht „Milchsäure" oder „Amidosulfonsäure" drauf? Nimm sie. Das ist derselbe Wirkstoff, den auch die Hersteller-Entkalker verwenden.
- Steht ausschließlich „Wasser, Zitronensäure"? Für Wasserkocher und Filterkaffeemaschinen in Ordnung, für eine Espressomaschine mit Thermoblock nicht die erste Wahl – warum, steht gleich darunter.
- Steht nur „Entkalker" ohne Wirkstoffangabe? Liegen lassen. Wer den Wirkstoff nicht nennt, gibt dir keine Grundlage für die Entscheidung.
Achte zusätzlich darauf, dass das Produkt flüssig ist und Kaffeemaschinen ausdrücklich als Anwendungsgebiet nennt. Viele günstige Universal-Entkalker sind für Wasserkocher und Armaturen gedacht – das ist ein anderer Anwendungsfall, weil dort niemand Wasser durch einen heißen Durchlauferhitzer presst.
Warum kein Zitronensäure-Pulver
Das ist der Punkt, an dem der populäre Haushaltstipp bei einer Espressomaschine schiefgeht. Zitronensäure entkalkt zuverlässig – aber nur kalt, bis etwa 50 °C. Oberhalb von rund 60 °C bildet sie mit dem gelösten Kalk Calciumcitrat, und das ist schwerlöslich: Es setzt sich in den Leitungen und auf dem Heizelement ab. Du tauschst Kalk gegen eine andere Ablagerung, die schlechter wieder herausgeht.
Die Dedica ist eine Thermoblock-Maschine. Sie heizt das Wasser im Durchlauf auf deutlich über 60 °C – genau der Bereich, in dem das passiert. Auf Messing- und Kupferteilen können zusätzlich grünliche Verfärbungen entstehen.
Das gilt für den Wirkstoff, nicht nur für die Darreichungsform: Ein fertig angemischter Zitronensäure-Entkalker ist zwar sauber dosiert, aber chemisch passiert dasselbe. Die Verdünnung begrenzt die Menge, die entstehen kann, sie verschiebt die Temperaturgrenze nicht. Für einen Wasserkocher ist das irrelevant – der hat keinen engen Durchlauf, und du siehst den Boden. Bei einer Espressomaschine liegt die Ablagerung dort, wo du nicht hinsiehst und nicht hinkommst.
Zur Garantiefrage, offen gesagt
De'Longhi schreibt, es sei ausschließlich der eigene Entkalker zu verwenden, andernfalls entfiele bei einem Defekt die Garantie. Bei Thermoblock-Maschinen führen mehrere Hersteller diese Klausel.
Rechtlich ist eine solche Klausel nicht automatisch wirksam – ein Hersteller müsste im Streitfall nachweisen, dass der Defekt tatsächlich vom verwendeten Mittel kommt. Praktisch heißt das: Mit einem gleichwertigen Wirkstoff ist das Risiko eines Schadens gering, das Risiko einer Diskussion im Garantiefall ist es nicht ganz. Solange die Maschine in der Gewährleistung ist, ist der Herstellerentkalker die bequemere Wahl. Danach spricht fachlich nichts gegen die günstige Variante.
Ich sage dir, was ich mache, und du entscheidest für deine Maschine.
Hilft ein Wasserfilter gegen Kalk?
Kurz: Nur, wenn es der richtige Filtertyp ist. Ein Aktivkohlefilter verbessert den Geschmack, nimmt aber keinen Kalk heraus. Gegen Kalk hilft ausschließlich ein Ionenaustauscher.
Das ist der am häufigsten verwechselte Punkt beim Thema Kaffeewasser, und ich habe ihn selbst erst falsch verstanden. „Gefiltertes Wasser" ist keine Eigenschaft – es kommt darauf an, was der Filter tut.
| Filtertyp | Entfernt | Wirkung auf Kalk |
|---|---|---|
|
Aktivkohle Kannenfilter, Schwerkraftsysteme, Auftischgeräte |
Chlor, Gerüche, organische Stoffe, teils Schwermetalle | Keine. Calcium und Magnesium bleiben vollständig im Wasser |
|
Ionenaustauscher Brita-Kannen mit Enthärterkartusche, Filtereinsätze für den Maschinentank |
Calcium- und Magnesium-Ionen | Senkt die Härte. Verlängert die Entkalkungsintervalle |
| Umkehrosmose | fast alles, inklusive Mineralien | Senkt die Härte stark – braucht aber Nachmineralisierung, siehe unten |
Ich filtere mein Trinkwasser ohnehin generell, unabhängig von der Maschine – mit einem Travel Berkey*, also einem Schwerkraftsystem mit Aktivkohle-Elementen. Für den Geschmack ist das spürbar: Chlor ist der größte Geschmacksfeind im Kaffeewasser, und genau das nimmt Aktivkohle zuverlässig heraus.
Gegen Kalk tut er nichts, und das sagt der Hersteller auch selbst: Calcium und Magnesium werden nicht herausgefiltert, bei hartem Wasser setzt sich im Behälter des Filters selbst Kalk ab. Mein Entkalkungsintervall an der Dedica ist deshalb genau dasselbe wie vorher. Wer einen Aktivkohlefilter kauft, um seltener entkalken zu müssen, kauft das falsche Gerät.
Umgekehrt ist das kein Argument gegen diese Filter. Sie lösen ein anderes Problem – nämlich das, das man im Espresso schmeckt. Kalk merkst du an der Maschine, Chlor in der Tasse.
Wenn es dir um die Entkalkungsintervalle geht
Dann brauchst du einen Ionenaustauscher. Zwei Wege:
- Filtereinsatz im Wassertank der Maschine. Die EC685 nimmt einen auf (in der Anleitung als Bauteil C6 geführt), er liegt aber nicht bei – es gibt ihn über autorisierte De'Longhi-Kundendienststellen. Vor dem Entkalken entnehmen und erst nach dem Spülen wieder einsetzen, sonst zieht er die Entkalkerlösung durch sich hindurch und ist danach hinüber. Nach jedem Filterwechsel lässt du einmal 100 ml Heißwasser durchlaufen.
- Filterkanne mit Enthärterkartusche, aus der du den Tank füllst. Günstiger und unabhängig davon, ob die Maschine einen Einsatz aufnimmt.
Zwei Dinge gehören dazu, wenn du umstellst. Erstens: Die eingestellte Härtestufe an der Maschine passt dann nicht mehr. Stell sie herunter, sonst fordert die Dedica weiter im alten Rhythmus eine Entkalkung an, die noch nicht nötig ist. Zweitens: Enthärtetes Wasser schmeckt anders. Espresso braucht Mineralien, um Säuren und Süße zu tragen – vollständig entmineralisiertes Wasser, etwa aus einer Umkehrosmose ohne Nachmineralisierung, schmeckt flach und leer. Nach der Umstellung lohnt es sich, den Mahlgrad nachzujustieren – wie du dabei vorgehst, steht im Artikel Espresso einstellen mit der Dedica. Das Wasser ist ein Parameter wie Menge und Zeit.
Was du zum Entkalken brauchst
Entkalker, ein Gefäß für etwa einen Liter, und 25 bis 30 Minuten Zeit, in denen du in der Nähe bleibst.
| Entkalker | flüssig, für Kaffeemaschinen – etwa 100 ml Konzentrat, dann mit Wasser bis MAX auffüllen |
| Wassertank | bis zur MAX-Markierung füllen |
| Auffanggefäß | ca. 1 Liter, unter Heißwasserauslauf und Duschsieb |
| Dauer | 25–30 Minuten inklusive der beiden Spülgänge |
| Siebträger | abnehmen, nicht eingesetzt lassen |
| Wasserfilter im Tank | falls nachgerüstet: vor dem Entkalken entnehmen – siehe Hilft ein Wasserfilter gegen Kalk? |
Plane die halbe Stunde ein. Der Vorgang lässt sich nicht sauber unterbrechen, und das Abbrechen mitten im Programm ist der häufigste Grund dafür, dass die Maschine danach scheinbar hängt.
Wie du den Entkalkungsmodus startest
Direkte Antwort: Rechte Dampftaste zehn Sekunden halten, dann den Dampfhebel auf die Position mit den drei Wassertropfen schieben und die orange blinkende Dampftaste drücken.
- Tank füllen. Etwa 100 ml Entkalkerkonzentrat in den Tank, mit frischem Wasser bis MAX auffüllen, Tank einsetzen.
- Siebträger abnehmen. Er darf nicht eingerastet sein.
- Auffanggefäß unterstellen, unter Dampfdüse und Brühkopf.
- Einschalten und aufheizen lassen. Der Dampfhebel steht dabei auf „O –", zur Front gerichtet. Fertig ist die Maschine, wenn die Tasten für eine und zwei Tassen dauerhaft leuchten.
- Rechte Dampftaste ca. 10 Sekunden halten, bis alle drei Tasten nacheinander blinken. Du bist jetzt im Programmiermenü.
- Während die drei Tasten blinken: Dampfhebel nach unten schieben, auf die Stellung mit den drei Wassertropfen.
- Die orange blinkende Dampftaste drücken. Das Programm startet.
Der Fehler, den fast alle machen
Dieselbe Zehn-Sekunden-Geste öffnet an der Dedica auch das Einstellungsmenü für die Wasserhärte. Wer die falsche Taste hält, landet dort, drückt weiter und glaubt, die Entkalkung laufe – während die Maschine nur Einstellungen durchschaltet.
Und zwar nicht aus Versehen: Es ist dasselbe Menü. Die Zehn-Sekunden-Geste öffnet das Programmiermenü, in dem beides liegt – Wasserhärte und Entkalkung. Was darüber entscheidet, ist der Dampfhebel.
- Hebel auf die drei Wassertropfen schieben, dann die Dampftaste → Entkalkung startet.
- Hebel auf „O –" lassen und stattdessen eine der Tassentasten drücken → du stellst die Wasserhärte ein.
Deshalb glauben Leute, die Entkalkung laufe, während sie in Wahrheit nur die Härtestufe verändert haben. Wenn du nach dem Tastendruck keine Flüssigkeit siehst, hast du den Hebel nicht umgelegt.
Wenn du im falschen Modus warst: Maschine ausschalten, einmal vom Netz trennen, neu starten und von Schritt 1 beginnen. Es geht dabei nichts kaputt.
Wozu der Dampfregler beim Entkalken dient
Der Dampfregler bleibt während des gesamten Vorgangs offen. Wer ihn zwischendurch für ein paar Sekunden schließt, schickt etwas Lösung durch den Kaffeeauslauf – und entkalkt damit auch den Brühweg.
Das ist der wichtigste Satz in dieser Anleitung, und er steht in kaum einer anderen.
Die Dedica führt Wasser auf zwei Wegen: einmal zum Heißwasser- und Dampfauslass, einmal zur Brühgruppe. Das Entkalkungsprogramm bedient standardmäßig den Dampfweg. Wenn du den Regler nie schließt, bleibt die Brühseite – also genau der Weg, durch den dein Espresso läuft – unbehandelt. Nach ein paar Entkalkungen in Folge ist das der Grund, warum die Durchlaufzeit trotz regelmäßiger Pflege immer länger wird.
Praktisch: Während das Programm läuft, den Regler zwei- bis dreimal für etwa fünf Sekunden schließen und wieder öffnen. Es sollte dabei sichtbar Flüssigkeit aus dem Kaffeeauslauf kommen. Am Ende des gesamten Vorgangs: Regler auf 0.
Wie der Vorgang abläuft
Das Programm arbeitet den Tank selbstständig leer – in Schüben, mit Pausen dazwischen. Das dauert etwa 25 Minuten. Danach folgen zwei Spülgänge. Die Pausen sind normal: Die Maschine wirkt in diesen Momenten aus, läuft aber weiter.
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| Orange blinkt, bevor du etwas tust | Entkalkung ist fällig |
| Alle drei Tasten blinken nacheinander | Entkalkungsmodus ist aktiviert, aber noch nicht gestartet |
| Orange blinkt während des Programms | Vorgang läuft |
| Kein Auslauf mehr, orange blinkt weiter | Noch nicht fertig. Spülgang fehlt. Nicht abschalten |
| Orange aus, 1-Tassen- und 2-Tassen-Leuchte blinken | Entkalkung abgeschlossen |
Die vierte Zeile ist die, an der die meisten abbrechen. Es kommt nichts mehr, die Leuchte blinkt weiter, und es sieht aus wie ein Fehler. Es ist keiner – die Maschine wartet darauf, dass du den Tank mit frischem Wasser füllst.
Wie du nach dem Entkalken richtig spülst
Zwei vollständige Spülgänge mit frischem Wasser bis MAX. Einer reicht nicht.
- Auffanggefäß leeren und zurückstellen
- Wassertank entnehmen, unter laufendem Wasser ausspülen, mit frischem Wasser bis MAX füllen, wieder einsetzen
- Dampfhebel bleibt auf den drei Wassertropfen, die orange blinkende Dampftaste drücken – der Spülgang läuft (ca. 5 Minuten)
- Regler zwischendurch kurz schließen, damit auch der Kaffeeauslauf gespült wird
- Schritte 1 bis 4 ein zweites Mal durchführen
- Wasserfilter, falls vorher vorhanden, beim zweiten Spülgang wieder einsetzen
- Dampfregler auf 0, Tank mit frischem Wasser füllen
Der erste Espresso danach schmeckt oft flach oder leicht seifig. Das ist Restlösung im System, kein Problem mit der Maschine: Einen Shot ohne Kaffee durchlaufen lassen und wegwerfen, dann ist es weg. Wer gründlich sein will, lässt noch eine dritte Tankfüllung klares Wasser durchlaufen – schaden kann es nicht.
Was du außerdem regelmäßig reinigen solltest
Entkalken betrifft nur den Wasserkreis. Alles, was mit Kaffee und Milch in Kontakt kommt, braucht eigene Pflege – und davon merkst du im Geschmack mehr als vom Kalk.
- Duschsieb. Nach dem Brühen abwischen, alle paar Wochen abschrauben und das Kaffeeöl entfernen. Altes Öl macht den Espresso ranzig-bitter, und das schiebt man gern auf die Bohnen.
- Siebe. Regelmäßig rückspülen, bei Bedarf in Kaffeefettlöser einlegen. Wer mit einem bodenlosen Siebträger arbeitet, sieht sofort, wenn das Sieb ungleichmäßig durchlässt – mehr dazu im Artikel Bodenloser Siebträger für die Dedica.
- Dampflanze. Nach jedem Aufschäumen kurz leer dampfen und abwischen – eingetrocknete Milch bekommt man später kaum noch heraus. Die Düse lässt sich abziehen, die feinen Löcher mit einer Nadel freimachen.
- Tropfschale. Nach Gebrauch leeren. Wer regelmäßig hohe Tassen nutzt, kennt das Problem, dass darunter kaum Platz ist – dafür gibt es die Kategorie Tropfschalen für die Dedica, flach und erweitert.
- Siebträger. Beim Entkalken abgenommen lassen. Danach nicht nass auf die Arbeitsfläche legen – in einem Halter bleibt er warm und tropft nicht auf die Küchenzeile. Passende Modelle findest du in der Kategorie Siebträgerhalter für die Dedica.
Welche Upgrades sich an der Dedica wirklich lohnen und in welcher Reihenfolge, steht im Artikel Tipps und Tricks für die De'Longhi Dedica.
FAQ
Wie oft muss ich die Dedica entkalken? Wenn die orange Leuchte blinkt. Als Richtwert nach Wasserhärte: bei weichem Wasser alle 9 bis 12 Monate, bei mittlerem alle 2 bis 4 Monate, bei hartem alle 1 bis 2 Monate. Gefiltertes Wasser verlängert die Abstände deutlich.
Welcher Entkalker passt für die De'Longhi Dedica? Ein flüssiger Entkalker für Kaffeemaschinen auf Milchsäure- oder Amidosulfonsäure-Basis. Der De'Longhi EcoDecalk ist milchsäurebasiert; günstige Produkte aus dem Supermarkt enthalten oft denselben Wirkstoff und wirken genauso.
Kann ich Essig oder Zitronensäure verwenden? Essig nicht – die Säure greift Dichtungen und O-Ringe an, und der Geruch bleibt wochenlang. Reines Zitronensäure-Pulver ebenfalls nicht: Über etwa 60 °C bildet es mit dem Kalk schwerlösliches Calciumcitrat, und die Dedica heizt als Thermoblock-Maschine darüber. Das gilt auch für fertig angemischte Zitronensäure-Entkalker: Die Verdünnung begrenzt die Menge, verschiebt aber die Temperaturgrenze nicht. Für Wasserkocher ist Zitronensäure in Ordnung, für eine Espressomaschine nicht die erste Wahl.
Verliere ich die Garantie, wenn ich nicht den Original-Entkalker nehme? De'Longhi schreibt den eigenen Entkalker vor und schließt Garantieleistungen bei Schäden durch andere Mittel aus. Eine solche Klausel greift nicht automatisch – der Hersteller müsste nachweisen, dass das Mittel den Defekt verursacht hat. Solange die Maschine in der Gewährleistung ist, ist der Herstellerentkalker die konfliktfreie Wahl.
Meine Dedica hängt im Entkalkungsmodus – was kann ich tun? Meist hängt sie nicht, sondern wartet. Wenn kein Wasser mehr läuft, die orange Leuchte aber weiter blinkt, fehlt ein Spülgang: Tank mit frischem Wasser bis MAX füllen und den Spülgang starten. Wenn wirklich nichts reagiert: ausschalten, vom Netz trennen, neu starten und von vorn beginnen.
Was bedeutet die orange blinkende Leuchte? Vor dem Start: Entkalkung ist fällig. Während des Programms: Vorgang läuft. Nach dem Abschluss geht sie aus, und die 1-Tassen- und 2-Tassen-Leuchte blinken.
Muss ich den Wasserfilter vor dem Entkalken entfernen? Wenn ein De'Longhi-Filtereinsatz im Wassertank sitzt: ja. Er würde die Entkalkerlösung durch sich hindurchziehen und wäre danach unbrauchbar. Beim zweiten Spülgang setzt du ihn wieder ein. Ein Filter, der dein Leitungswasser vorab filtert, ist davon nicht betroffen – der bleibt, wo er ist. Die EC685 kann einen solchen Einsatz aufnehmen, er liegt der Maschine aber nicht bei.
Muss ich seltener entkalken, wenn ich gefiltertes Wasser nutze? Das hängt vom Filtertyp ab. Ein Aktivkohlefilter – Kannenfilter oder Schwerkraftsystem – verbessert den Geschmack, lässt Calcium und Magnesium aber vollständig im Wasser: Am Entkalkungsintervall ändert sich dadurch nichts. Nur ein Ionenaustauscher senkt die Härte und verlängert die Abstände. Nach so einer Umstellung sollte die Härtestufe an der Maschine heruntergestellt werden, sonst fordert sie weiter im alten Rhythmus eine Entkalkung an.
Hilft ein Aktivkohlefilter gegen Kalk in der Espressomaschine? Nein. Aktivkohle bindet Chlor, Gerüche und organische Stoffe – die Kalkbildner Calcium und Magnesium passieren sie unverändert. Für den Geschmack ist so ein Filter trotzdem sinnvoll, weil Chlor im Wasser den Espresso deutlich beeinträchtigt. Gegen Kalk braucht es einen Ionenaustauscher.
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